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Terpene und Aromen: Stoffe, Vorkommen, Eigenschaften

Terpene sind Aromastoffe, die Pflanzen aus Isopren-Einheiten aufbauen; die Datenquelle Wikidata erfasst 75 Terpene mit Bezug zu Cannabis sativa, davon 40 Monoterpene und 27 Sesquiterpene, und nennt Formel, Molmasse, Siedepunkt und Vorkommen je Stoff jeweils mit Quelle.

Terpene und Aromen: Stoffe, Vorkommen, Eigenschaften
Kurzantwort

Terpene sind Aromastoffe, die Pflanzen aus Isopren-Einheiten aufbauen. Die Datenquelle erfasst 75 Terpene mit Bezug zu Cannabis sativa: 40 Monoterpene, 27 Sesquiterpene, ein Diterpen und sieben ohne Klassenangabe (Wikidata, Stand 21.10.2026). Dieser Beitrag ordnet sie nach der 4-Merkmale-Karte aus Klasse, Formel, Siedepunkt und Vorkommen. Wirkaussagen enthält er nicht.

Was ist die 4-Merkmale-Karte für Terpene?

Die 4-Merkmale-Karte beschreibt jedes Terpen über vier Messgrößen: Klasse, Summenformel, Siedepunkt und Vorkommen. Klasse und Formel sind für fast alle erfassten Stoffe belegt, Siedepunkt und Vorkommen ergänzen sie, soweit die Quellen konsistente Werte liefern (Wikidata, Stand 21.10.2026).

Die Klasse gibt den Aufbau an: Monoterpene bestehen aus zwei, Sesquiterpene aus drei und Diterpene aus vier Isopren-Einheiten. Die Formel nennt die Atomsorten und ihre Anzahl je Molekül. Der Siedepunkt gibt die Temperatur an, bei der der Stoff in den Dampfzustand übergeht. Das Vorkommen zählt die Pflanzentaxa, in denen der Stoff verzeichnet ist.

Die Karte trennt Messgrößen von Deutungen. Welche Eigenschaft ein Stoff im Körper hat, beschreibt sie nicht, weil dafür belastbare Studien und eine behördliche Einordnung fehlen. Alle Datensätze mit Quelle und Stand zeigt der Bereich Terpene.

Was ist ein Terpen?

Ein Terpen ist ein Kohlenwasserstoff, den Pflanzen aus Isopren-Einheiten (C₅H₈) aufbauen und der Duft und Aroma einer Pflanze prägt. Terpenoide sind Abkömmlinge mit zusätzlichen Atomgruppen, etwa Sauerstoff, wie Linalool (C₁₀H₁₈O, 154,25 g/mol; Wikidata, Stand 21.10.2026).

Das Rechenbeispiel zeigt den Aufbau: Ein Monoterpen wie Myrcen hat die Formel C₁₀H₁₆ und 136,24 g/mol, ein Sesquiterpen wie Humulen die Formel C₁₅H₂₄ und 204,36 g/mol. Die Differenz von 68,12 g/mol entspricht einer Isopren-Einheit mit C₅H₈.

Das Lexikon erklärt die Grundbegriffe einzeln: Terpen, Terpenoid, Monoterpen und Sesquiterpen. Der Eintrag Ätherisches Öl beschreibt Pflanzenöle, in denen Terpene den Hauptanteil stellen. Der Ratgeber Terpene: Was sie sind, wo sie vorkommen und welche Eigenschaften sie haben führt alle Begriffe zusammen.

Wie verteilen sich die 75 Terpene auf die Klassen?

Monoterpene stellen mit 40 Stoffen die größte Klasse, gefolgt von 27 Sesquiterpenen und einem Diterpen. Für sieben Stoffe nennt die Datenquelle keine Klasse. Nach Molmasse liegen 41 Terpene unter 200 g/mol, 29 zwischen 200 und 300 und fünf darüber (Wikidata, Stand 21.10.2026).

Terpen-Klassen im Datenbestand, Quelle: Wikidata (CC0), Stand 21.10.2026
KlasseAnzahl StoffeBeispielFormelMolmasse in g/mol
Monoterpen40MyrcenC₁₀H₁₆136,24
Sesquiterpen27HumulenC₁₅H₂₄204,36
Diterpen1PhytolC₂₀H₄₀O296,54
ohne Klassenangabe7je nach Stoffverschiedenverschieden

Der Mittelwert der Molmasse über alle 75 Terpene beträgt 189,81 g/mol. Die Verteilung erklärt, warum die meisten Stoffe flüchtig sind: Kleine Moleküle mit rund 136 g/mol verdampfen leichter als große. Der Siedepunkt belegt das für die Stoffe, bei denen ein konsistenter Wert vorliegt.

Welche Siedepunkte haben Terpene?

Für fünf Terpene liegt ein konsistenter Siedepunkt bei Normaldruck vor: α-Pinen 156 °C, β-Pinen 166 °C, p-Cymol 177,1 °C, Campher 207 °C und Carvacrol 241,5 °C. Aus anderer Quelle nennt chemie.de für Myrcen 167 °C und für Limonen 176 °C (Abruf 21.10.2026).

Der Siedepunkt steigt mit der Molmasse und mit Sauerstoffgruppen im Molekül. Carvacrol und Campher enthalten Sauerstoff und liegen über 200 °C, die reinen Kohlenwasserstoffe α-Pinen, β-Pinen und p-Cymol zwischen 150 und 200 °C. Das Lexikon definiert den Begriff unter Siedepunkt.

Siedepunkte gelten für den Reinstoff bei Normaldruck. Aus ihnen lässt sich kein Verhalten in einem Produkt ableiten, in dem Cannabinoide, Terpene und weitere Stoffe gemeinsam vorliegen. Hinweise zu Erhitzen und Verdampfen gibt das Portal nicht. Für Liquids und E-Zigaretten ordnet der Ratgeber CBD-Liquids und E-Zigaretten: Rechtslage und Risiken die Rechtslage ein.

In welchen Pflanzen kommen Terpene vor?

Terpene sind weit verbreitet und kein Merkmal von Hanf allein. Das häufigste erfasste Terpen Caryophyllene ist in 1.085 Taxa verzeichnet, α-Pinen in 1.020, Limonen in 862, Myrcen in 840 und Linalool in 697 (Wikidata, Stand 21.10.2026).

Myrcen kommt laut chemie.de unter anderem in Hopfen, Salbei, Dill, Fenchel und Hanf vor. Limonen ist das häufigste pflanzliche Monoterpen, seine (R)-(+)-Form steckt vor allem in Zitrusschalenölen (chemie.de, Abruf 21.10.2026). Der Begriff Aroma beschreibt damit ein Stoffgemisch, das etwa Hopfen, Zitrusfrüchte und Hanf teilen.

Myrcen und Limonen sind Isomere: Beide haben die Formel C₁₀H₁₆ und 136,24 g/mol bei verschiedener Struktur. Limonen dient als biogenes Lösungsmittel und Insektizid und als Ausgangsstoff der Dronabinol-Synthese. Wie Profile aus Leitstoffen wie Myrcen, Limonen und Linalool zu lesen sind, zeigt der Ratgeber Terpen-Profile lesen: Myrcen, Limonen, Linalool und Co. im Stoffvergleich.

Checkliste
  • Lesen Sie zuerst die Klasse des Terpens.
  • Vergleichen Sie Summenformel und Molmasse.
  • Prüfen Sie den Siedepunkt nur bei angegebener Quelle.
  • Zählen Sie die Taxa im Vorkommen.
  • Notieren Sie Quelle und Stand jeder Angabe.

Was sind Flavonoide und Aromaprofile?

Flavonoide sind pflanzliche Farb- und Begleitstoffe, die weder Terpene noch Cannabinoide sind. Ein Aromaprofil fasst die Terpene einer Probe nach Anteil zusammen. Beide Begriffe ordnen Stoffgruppen ein, ohne eine Aussage über Folgen für Menschen zu treffen.

Das Lexikon führt Flavonoide und Aromaprofil als eigene Einträge. Ein Aromaprofil entsteht aus der Laboranalyse einer Charge und gilt nur für diese Charge. Der Ratgeber Laborbericht (COA) lesen: Cannabinoid-Gehalt, Rückstände, Chargen beschreibt, wie ein Laborbericht die Stoffe ausweist.

Der Begriff Entourage-Effekt beschreibt die Hypothese, dass Cannabinoide und Terpene gemeinsam anders zusammenwirken als einzeln. Das Portal führt ihn als Hypothese ohne belegten Zusatznutzen. Den Stand der Forschung fasst der Ratgeber Entourage-Effekt: Was Studien belegen und wo Spekulation beginnt zusammen.

Wie unterscheiden sich Terpene und Cannabinoide?

Terpene sind flüchtige Aromastoffe aus Isopren-Einheiten, Cannabinoide sind größere Moleküle, die an Cannabinoid-Rezeptoren des Körpers binden oder mit diesem System verknüpft sind. Die erfassten Cannabinoide wiegen im Mittel 335,24 g/mol, die Terpene 189,81 g/mol (Wikidata, Stand 21.10.2026).

Der Unterschied zeigt sich im Vorkommen: Cannabinoide sind in der Datenquelle in einem bis zwei Taxa verzeichnet, vorrangig bei Cannabis sativa, Terpene wie α-Pinen in 1.020 Taxa. Zwischen beiden Gruppen besteht ein chemischer Zusammenhang, den dieses Portal nicht als Wirkungsaussage nutzt.

Beide Gruppen behandeln eigene Bereiche: Die Stoffprofile der Cannabinoide ordnet der Beitrag Cannabinoide von A bis Z: Stoffprofile im Überblick, die Grundlagen der Pflanze der Beitrag Hanf und Cannabis: Grundlagen, Begriffe und Pflanzenkunde. Das Portal vergleicht Stoffe ausschließlich nach Messgrößen und Vorkommen.

Hinweis

Allgemeine Information, keine medizinische Beratung, keine Dosierungsempfehlung und keine Aufforderung zum Konsum. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder eine Apotheke. Rechtliche Angaben ohne Gewähr, bitte aktuelle Gesetzeslage prüfen.

Häufige Fragen

Wie viele Terpene erfasst das Portal?

Das Portal erfasst 75 Terpene mit Bezug zu Cannabis sativa: 40 Monoterpene, 27 Sesquiterpene und ein Diterpen, für sieben Stoffe fehlt die Klasse (Wikidata, CC0, Stand 21.10.2026). Jeder Datensatz nennt Summenformel, Molmasse und Vorkommen.

Was ist der Unterschied zwischen Myrcen und Limonen?

Myrcen und Limonen sind Isomere mit der Formel C₁₀H₁₆ und 136,24 g/mol, aber unterschiedlicher Struktur. Myrcen ist in 840 Taxa verzeichnet, Limonen in 862 (Wikidata, Stand 21.10.2026). Chemie.de nennt Siedepunkte von 167 °C für Myrcen und 176 °C für Limonen.

Kommen Terpene nur in Hanf vor?

Nein, Terpene kommen in Pflanzen weit verbreitet vor. α-Pinen ist in 1.020 Taxa verzeichnet, Limonen in 862 und Myrcen in 840 (Wikidata, Stand 21.10.2026). Hanf gehört zu den über 1.000 Taxa, in denen diese Stoffe verzeichnet sind.

Wofür steht die Siedepunktklasse im Terpen-Vergleich?

Die Siedepunktklasse ordnet Terpene nach ihrer Siedetemperatur bei Normaldruck ein. Im Datenbestand liegen α-Pinen, β-Pinen und p-Cymol zwischen 150 und 200 °C, Campher und Carvacrol über 200 °C (Wikidata, Stand 21.10.2026). Die Klasse beschreibt Stoffdaten, kein Produktverhalten.

Belegt das Portal Wirkungen von Terpenen?

Nein, das Portal beschreibt Terpene ausschließlich über Klasse, Formel, Siedepunkt und Vorkommen. Der Entourage-Effekt wird als Hypothese ohne belegten Zusatznutzen geführt. Die Inhalte sind allgemeine Information und keine medizinische Beratung.

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Ratgeber und Begriffe

Quellen

Wikidata, SPARQL-Abruf (CC0), Stand 21.10.2026. chemie.de: Myrcen und Limonen, Abruf 21.10.2026.

Häufige Fragen

Wie viele Terpene erfasst das Portal?

Das Portal erfasst 75 Terpene mit Bezug zu Cannabis sativa: 40 Monoterpene, 27 Sesquiterpene und ein Diterpen, für sieben Stoffe fehlt die Klasse (Wikidata, CC0, Stand 21.10.2026). Jeder Datensatz nennt Summenformel, Molmasse und Vorkommen.

Was ist der Unterschied zwischen Myrcen und Limonen?

Myrcen und Limonen sind Isomere mit der Formel C₁₀H₁₆ und 136,24 g/mol, aber unterschiedlicher Struktur. Myrcen ist in 840 Taxa verzeichnet, Limonen in 862 (Wikidata, Stand 21.10.2026). Chemie.de nennt Siedepunkte von 167 °C für Myrcen und 176 °C für Limonen.

Kommen Terpene nur in Hanf vor?

Nein, Terpene kommen in Pflanzen weit verbreitet vor. α-Pinen ist in 1.020 Taxa verzeichnet, Limonen in 862 und Myrcen in 840 (Wikidata, Stand 21.10.2026). Hanf gehört zu den über 1.000 Taxa, in denen diese Stoffe verzeichnet sind.

Wofür steht die Siedepunktklasse im Terpen-Vergleich?

Die Siedepunktklasse ordnet Terpene nach ihrer Siedetemperatur bei Normaldruck ein. Im Datenbestand liegen α-Pinen, β-Pinen und p-Cymol zwischen 150 und 200 °C, Campher und Carvacrol über 200 °C (Wikidata, Stand 21.10.2026). Die Klasse beschreibt Stoffdaten, kein Produktverhalten.

Belegt das Portal Wirkungen von Terpenen?

Nein, das Portal beschreibt Terpene ausschließlich über Klasse, Formel, Siedepunkt und Vorkommen. Der Entourage-Effekt wird als Hypothese ohne belegten Zusatznutzen geführt. Die Inhalte sind allgemeine Information und keine medizinische Beratung.