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Ratgeber

Terpen-Profile lesen: Myrcen, Limonen, Linalool und Co. im Stoffvergleich

Myrcen und Limonen sind Isomere mit der Summenformel C10H16 und 136,24 g/mol, ihre Siedepunkte liegen bei 167 und 176 Grad Celsius; ein Terpen-Profil beschreibt Stoffe und Aromen eines Produkts, nicht deren Wirkung (chemie.de, Stand 21.10.2026).

Von der Redaktion · 06.11.2026 · 5 Min. Lesezeit

Terpen-Profile lesen: Myrcen, Limonen, Linalool und Co. im Stoffvergleich
Kurzantwort

Ein Terpen-Profil listet die Terpene einer Pflanze oder eines Extrakts nach Name und Anteil. Stoffdaten dazu sind messbar: Myrcen und Limonen haben dieselbe Summenformel C10H16 und die molare Masse 136,24 g/mol, ihre Siedepunkte liegen bei 167 und 176 Grad Celsius (chemie.de, Abruf 21.10.2026). Ein Aroma ist kein Wirkversprechen, und für Terpene in Hanfprodukten gibt es keine zugelassenen Health Claims. Die 3-Spalten-Lesart ordnet Klasse, Masse und Siedepunkt jedes Stoffes.

Wie ist ein Terpen-Profil aufgebaut?

Ein Terpen-Profil nennt die nachgewiesenen Terpene einer Probe mit ihrem Gehalt, meist aus einer Laboranalyse. Terpene sind Aromastoffe aus Isopren-Bausteinen, die Pflanzen bilden, und sie gliedern sich nach ihrer Größe in Monoterpene, Sesquiterpene und Diterpene.

Die Klasse richtet sich nach der Zahl der Kohlenstoffatome. Monoterpene tragen 10 Kohlenstoffatome, Sesquiterpene 15, Diterpene 20. Das Lexikon definiert die Gruppe unter Monoterpen.

Das Portal erfasst aktuell 75 Terpene mit Stoffdaten aus Wikidata: 40 Monoterpene, 27 Sesquiterpene, 1 Diterpen und 7 ohne Klassenangabe (Wikidata CC0, Stand 21.10.2026). Die Monoterpene bilden damit die größte Gruppe der erfassten Stoffe.

Die 3-Spalten-Lesart der Redaktion ordnet jedes Terpen nach drei Angaben: Klasse, molare Masse und Siedepunkt. Die Klasse nennt die Stoffgruppe, die Masse die Größe des Moleküls, der Siedepunkt die Temperatur, bei der der Stoff in den gasförmigen Zustand übergeht. Ein Profil ohne diese drei Angaben bleibt eine bloße Namensliste. Die Lesart gilt für Terpene und Cannabinoide gleichermaßen und lässt sich auf jede Tabelle dieses Portals anwenden.

Welche Stoffdaten haben Myrcen und Limonen?

Myrcen und Limonen sind Isomere: Beide haben die Summenformel C10H16 und die molare Masse 136,24 g/mol, aber eine andere Struktur. Myrcen siedet bei 167 Grad Celsius, Limonen bei 176 Grad Celsius, beide Werte nach chemie.de (Abruf 21.10.2026).

Vier Monoterpene im Stoffvergleich, Quelle: Wikidata (CC0), chemie.de, Stand 21.10.2026
TerpenSummenformelMolare Masse in g/molSiedepunkt in °CTaxa laut Wikidata
MyrcenC10H16136,24167840
LimonenC10H16136,24176862
LinaloolC10H18O154,25keine Angabe697
α-PinenC10H16136,241561020

Limonen gilt als häufigstes pflanzliches Monoterpen. Die (R)-(+)-Form kommt vor allem in Zitrusschalenölen vor. Der Stoff dient als biogenes Lösungsmittel und als Insektizid und ist Ausgangsstoff der Dronabinol-Synthese (chemie.de, Abruf 21.10.2026).

Linalool trägt ein Sauerstoffatom und hat deshalb 154,25 g/mol. Den Siedepunkt führt die Datenbasis für Linalool nicht, die Zelle bleibt leer. Die Datenbasis weist Lücken offen aus, statt Werte zu schätzen. Alle Zahlen der Tabelle tragen Quelle und Stand.

Wo kommen Myrcen, Limonen und Linalool vor?

Myrcen kommt in Hopfen, Salbei, Dill, Fenchel und Hanf vor, Limonen vor allem in Zitrusschalen. Wikidata führt Myrcen für 840 Taxa, Limonen für 862 und Linalool für 697, jeweils mit Cannabis sativa (Wikidata, Stand 21.10.2026).

Ein Taxon ist eine Gruppe von Lebewesen, zum Beispiel eine Pflanzenart oder eine Gattung wie Abies (Tannen). Die Zahlen zeigen, dass diese drei Terpene weit verbreitet sind und nicht auf Hanf beschränkt. Zum Vergleich: Cannabidiol führt Wikidata für genau 1 Taxon, nämlich Cannabis sativa.

Die Verbreitung erklärt, warum Terpen-Angaben auf Produkten wenig über die Herkunft aussagen. Derselbe Stoff steckt in Hopfen, Fenchel, Zitrusschalen und Hanf. Der Stoff bleibt chemisch gleich, unabhängig von der Pflanze, aus der er stammt.

Die Pflanzenseite der Terpene beschreibt der Beitrag Terpene: Was sie sind, wo sie vorkommen und welche Eigenschaften sie haben. Die Begriffe Terpen und Aromaprofil führt das Lexikon als eigene Einträge.

Warum ist ein Aroma kein Wirkversprechen?

Ein Aroma beschreibt Geruch und Geschmack eines Stoffes, nicht seine Wirkung im Körper. Für Terpene in Hanfprodukten gibt es keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben, und Aussagen zu Stimmung, Schlaf oder Entspannung sind weder zugelassen noch belegt.

Die Health-Claims-Verordnung verlangt für jede gesundheitsbezogene Angabe auf Lebensmitteln eine Zulassung. Für CBD existiert in der EU keine (Verbraucherzentrale Niedersachsen, Stand 05.08.2026). Terpen-Namen auf Etiketten sind keine Zulassung und kein Beleg.

Die Hypothese, dass Terpene und Cannabinoide zusammenspielen, trägt den Namen Entourage-Effekt. Sie gilt als Hypothese, ein belegter Zusatznutzen besteht nicht. Der Beitrag Entourage-Effekt: Was Studien belegen und wo Spekulation beginnt ordnet den Forschungsstand ein.

Checkliste
  • Lesen Sie Terpen-Angaben als Stoffliste
  • Prüfen Sie Gehalte im Laborbericht der Charge
  • Trennen Sie Aroma von Wirkaussagen
  • Ordnen Sie Werbebegriffe mit dem Lexikon ein

Wie hilft der Terpen-Finder beim Vergleich?

Der Terpen-Finder filtert alle erfassten Terpene und Cannabinoide nach Stoffklasse, Siedepunkt, Molmasse und Pflanzen-Vorkommen. Die Ergebnisse erscheinen als Tabelle mit Quelle und Stand, ohne Wirkaussagen, und sie lassen sich als CSV-Datei mit Quellenangabe zum Nachprüfen herunterladen.

Der Finder nutzt Wikidata (CC0) mit dem Stand je Datensatz. Sortierbar ist nach Name, Siedepunkt und Molmasse. Die Filter arbeiten auf Stoffdaten, nicht auf Eigenschaften im Körper. Er steht unter Terpen-Finder nach Eigenschaften.

Ein Rechenbeispiel zeigt den Nutzen: Von den 75 erfassten Terpenen liegen 41 unter 200 g/mol, 29 zwischen 200 und 300 g/mol und 5 darüber. Myrcen, Limonen, α-Pinen und β-Pinen gehören mit 136,24 g/mol zur untersten Massenklasse (Wikidata, Stand 21.10.2026). Cannabinoide wie Cannabidiol mit 314,47 g/mol liegen deutlich darüber.

Die Seite Terpene und Aromen: Stoffe, Vorkommen, Eigenschaften führt alle Beiträge zu Stoffen, Vorkommen und Eigenschaften zusammen. Eine Auswahl im Finder ist eine Stoffauswahl und keine Empfehlung für ein Produkt.

Hinweis

Allgemeine Information, keine Beratung. Der Beitrag beschreibt Stoffdaten und Aromen und enthält keine Wirkaussage, keine Dosierungs- und keine Konsumempfehlung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

Hinweis

Reines Wissensportal ohne Heilversprechen. Die Inhalte sind keine medizinische Beratung, keine Dosierungsempfehlung und keine Aufforderung zum Konsum. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder eine Apotheke. Rechtliche Angaben ohne Gewähr, bitte aktuelle Gesetzeslage prüfen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Myrcen und Limonen?

Beide Terpene haben die Summenformel C10H16 und 136,24 g/mol, sind also Isomere mit unterschiedlicher Struktur. Myrcen siedet bei 167 Grad Celsius, Limonen bei 176 Grad Celsius. Limonen kommt vor allem in Zitrusschalen vor, Myrcen unter anderem in Hopfen.

Sind Terpene nur in Hanf enthalten?

Nein. Wikidata führt Myrcen für 840 Taxa, Limonen für 862 und Linalool für 697 (Stand 21.10.2026). Hanf ist jeweils eines davon. Terpene sind weit verbreitete Pflanzenstoffe, die auch in Hopfen, Fenchel, Salbei und Zitrusschalen vorkommen.

Belegt ein Terpen-Profil eine Wirkung?

Nein. Ein Terpen-Profil beschreibt Stoffe und ihre Anteile, keine Wirkung. Für Terpene in Hanfprodukten gibt es keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben. Aroma und Wirkung sind zwei verschiedene Eigenschaften, die dieses Portal trennt.

Woher stammen die Stoffdaten dieses Portals?

Die Stoffdaten stammen aus Wikidata unter der Lizenz CC0, abgerufen am 21.10.2026, ergänzt um Angaben aus chemie.de für Myrcen und Limonen. Jede Tabelle nennt Quelle und Stand, damit Sie jede Zahl nachprüfen können.

Weiterlesen

Die Grundlagen zu den Cannabinoiden erklärt Cannabinoide im Überblick: Die wichtigsten Stoffe und Gruppen. Die Eigenschaften einzelner Stoffe führt die Seite Cannabinoide von A bis Z: Stoffprofile im Überblick.

Quellen

  • Myrcen, chemie.de, https://www.chemie.de/lexikon/Myrcen.html, Abruf 21.10.2026
  • Limonen, chemie.de, https://www.chemie.de/lexikon/Limonen.html, Abruf 21.10.2026
  • Terpene und Cannabinoide, Wikidata (CC0), SPARQL-Abruf query.wikidata.org, Stand 21.10.2026
  • Produkte aus der Hanfpflanze: Vorsicht bei Lebensmitteln mit Cannabidiol, Verbraucherzentrale Niedersachsen, Stand 05.08.2026

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Myrcen und Limonen?

Beide Terpene haben die Summenformel C10H16 und 136,24 g/mol, sind also Isomere mit unterschiedlicher Struktur. Myrcen siedet bei 167 Grad Celsius, Limonen bei 176 Grad Celsius. Limonen kommt vor allem in Zitrusschalen vor, Myrcen unter anderem in Hopfen.

Sind Terpene nur in Hanf enthalten?

Nein. Wikidata führt Myrcen für 840 Taxa, Limonen für 862 und Linalool für 697 (Stand 21.10.2026). Hanf ist jeweils eines davon. Terpene sind weit verbreitete Pflanzenstoffe, die auch in Hopfen, Fenchel, Salbei und Zitrusschalen vorkommen.

Belegt ein Terpen-Profil eine Wirkung?

Nein. Ein Terpen-Profil beschreibt Stoffe und ihre Anteile, keine Wirkung. Für Terpene in Hanfprodukten gibt es keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben. Aroma und Wirkung sind zwei verschiedene Eigenschaften, die dieses Portal trennt.

Woher stammen die Stoffdaten dieses Portals?

Die Stoffdaten stammen aus Wikidata unter der Lizenz CC0, abgerufen am 21.10.2026, ergänzt um Angaben aus chemie.de für Myrcen und Limonen. Jede Tabelle nennt Quelle und Stand, damit Sie jede Zahl nachprüfen können.

Hinweis

Reines Wissensportal ohne Heilversprechen. Die Inhalte sind keine medizinische Beratung, keine Dosierungsempfehlung und keine Aufforderung zum Konsum. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder eine Apotheke. Rechtliche Angaben ohne Gewähr, bitte aktuelle Gesetzeslage prüfen.